Autorenlesung von Knut Elstermann an der H-v-H-Schule

Elstermann.jpg Im Rahmen der Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln besuchte uns am 6. September 2006 der Autor und Journalist Knut Elstermann. Er las aus seinem neuen Tatsachenroman “Gerdas Schweigen”. Gerda ist Jüdin und beinah eine Tante des Autors, der ihre Vergangenheit derart erzählenswert fand, dass er sie genau recherchierte. Während der Judenverfolgung der Nazis wird Gerda verhaftet, doch sie kann sich bei einer Weddinger Familie verstecken. Dort hat sie eine Affäre mit ihrem Arbeitgeber, einem verheirateten Mann (Barotti) und wird schwanger.Sie wird wieder verhaftet und nun nach Auschwitz gebracht, wo ihr Baby zur Welt kommt. Gerda muss mit eigenen Augen zusehen, wie ihr Baby verhungert und stirbt. Sie hat auch Josef Mengele den “Arzt” von Auschwitz gesehen, der grausame Experimente an Babys und Kindern vornahm und nach Kriegsende in Südamerika verschwand. Wenig später ergriff sie eine Gelegenheit, aus Auschwitz zu fliehen, wobei ihr ein Wehrmachtssoldat half.

Jetzt lebt Gerda in New York, ist 84 Jahre alt und besuchte vor kurzem ihre alte Heimatstadt ……

Die Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln wird im Rahmen des Aktionsprogramms „Vielfalt fördern, Zusammenhalt stärken“ unterstützt. Mit der Woche der Sprache und des Lesens wollen die Veranstalter der Leseunlust bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entgegenwirken.

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